Hier treffen sich die Käuflichkeit eines deutschen Ex-Kanzlers und die Skrupellosigkeit eines Familienunternehmens. Weshalb gehen die deutschen Behörden nicht gegen die Globus-Eigentümer wegen Beihilfe zum russischen Angriffskrieg vor?Vic (@vic_010100)Ein absoluter Tiefpunkt der deutschen Handelskette Globus besteht nicht nur darin, dass Schröder in den Aufsichtsrat geholt wurde, sondern auch darin, dass russische Behörden das deutsche Unternehmen sogar öffentlich als „Unterstützer der russischen Mobilmachung“ gelistet haben.
Während der Mutterkonzern in Deutschland jahrelang das Märchen verbreitete, man bleibe in Russland nur aus humanitären Gründen, um die „Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen“, sieht die Realität vor Ort völlig anders aus.
Recherchen von @InsiderEng zeigen, dass offizielle Behördenlisten der Region Jaroslawl „Globus“ bereits im Herbst 2022 als Unterstützer frisch mobilisierter russischer Soldaten aufführen. Die Kette lieferte tonnenweise Hilfsgüter, Lebensmittel und Wasser für Truppen und Teilnehmer der sogenannten „SVO“.
Und genau hier muss das Handeln deutscher Behörden folgen, denn 2022 war Globus keineswegs ein vollständig unabhängiges russisches Unternehmen. Die russischen Globus-Hypermärkte gehörten damals noch zur deutschen Globus-Gruppe. Erst Ende 2024 wurde das Russland-Geschäft herausgelöst und am 1. Januar 2025 rechtlich von der deutschen Globus Holding getrennt.
Die Anteile am russischen Geschäft wurden so übertragen, dass die bisherigen deutschen Gesellschafter (allen voran Thomas Bruch) weiterhin die volle wirtschaftliche Kontrolle und Eigentümerschaft über die Hyperglobus LLC besitzen.
Thomas Bruch selbst trat im Juni 2026 sogar beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg als Miteigentümer der russischen Globus-Hypermärkte auf.
Ich fand heraus, dass die Verbindung von Globus zu russischen Kriegsteilnehmern damit noch längst nicht endet. Die Globus-Kette in Russland wirbt öffentlich mit 5% Rabatt auf das gesamte Sortiment für „Veteranen der Kampfhandlungen“. Voraussetzung ist lediglich die Vorlage des entsprechenden Veteranenausweises an der Kasse.
Auf der Globus-Webseite findet sich eine bemerkenswerte Liste der Anspruchsberechtigten: Der Rabatt gilt ausdrücklich für Teilnehmer und Veteranen von Kampfhandlungen, Inhaber eines Ausweises als Beschäftigte der Heimatfront sowie für Familienangehörige von Militärangehörigen. Bei Letzteren verlangt Globus als Nachweis ein Dokument der jeweiligen militärischen Dienststelle.
Und Schröder, der jahrelang rund 600.000 Dollar jährlich vom Staatskonzern Rosneft kassierte und sich selbst nach dem Einmarsch in die Ukraine erst unter massivem Druck zurückzog, hat eine neue schmutzige Aufgabe gefunden. Er ist kein Altkanzler im Ruhestand, sondern der Chef-Lobbyist eines brutalen Regimes, der sich für russische Rubel verscherbelt hat. Russland ist kein Fehler in Schröders Biografie, sondern sein profitabelstes Geschäftsmodell. Er ist das lebende Werbegesicht des Kremls im Ausland und das perfekte Vorbild für politische Korruption: Man lässt sich von Russland korrumpieren, kämpft für die Interessen des Kremls, vertritt diese bedingungslos und wird dafür großzügig belohnt.
Und Globus kauft sich mit dem Altkanzler offenbar den direkten Zugang zu politischen Netzwerken in Deutschland und im Kreml. Die vermeintlich „heile Welt“ des deutschen Familienunternehmens endet dort, wo der russische Markt und der Profit winken.
Die entscheidende Frage bleibt: Folgen Konsequenzen für Globus?— https://x.com/vic_010100/status/2108214751088062534
— @fuecks Oct 9, 2026
